Immer mehr Menschen kommen nicht nur wegen Bewegung in die Yogastunde.
Sie kommen mit einem vollen Nervensystem. Mit innerer Unruhe. Mit Erfahrungen, die im Körper gespeichert sind.
Manche nennen es Stress.
Manche nennen es Angst.
Manchmal ist es Trauma.
Und genau hier beginnt unsere Verantwortung als Yogalehrer:innen.
Warum ich dieses Modul unterrichte
In meiner Arbeit als Yogatherapeutin erlebe ich immer wieder, wie kraftvoll Yoga sein kann – wenn er das Nervensystem wirklich mitdenkt.
Ich sehe aber auch, wie schnell gut gemeinter Unterricht überfordern kann, wenn traumatische Prägungen nicht erkannt werden.
Traumasensitives Yoga ist für mich keine „sanfte Variante“ des Yoga.
Es ist eine präzise, verantwortungsvolle und zutiefst professionelle Art zu unterrichten.
Und es ist ein Feld mit enormem Potenzial.
Was dich erwartet
Dieses Wochenende verbindet Wissen, Selbsterfahrung und konkrete Tools für deinen Unterricht.
Du lernst:
- was Trauma ist und welche Formen es gibt
- wie unser Nervensystem funktioniert (Sympathikus, Parasympathikus, Vagusnerv, Stresstoleranzfenster)
- was die Polyvagaltheorie erklärt – und wo ihre Grenzen liegen
- was bei Trauma im Körper passiert
- warum der Körper entscheidend für die Integration von Traumafolgen ist
- weshalb Yoga eine besonders wirksame Form der Körperarbeit sein kann
Und vor allem:
- wie sich Trauma im Yogaraum zeigen kann
- was traumasensibles bzw. traumasensitives Yoga ausmacht
- welche Haltung und Sprache Sicherheit vermitteln
- wie du reagierst, wenn Teilnehmer:innen starke Emotionen zeigen
- wie du dich in diesem Bereich professionell positionieren kannst
Eine Spezialisierung mit Zukunft
Die Nachfrage nach traumasensitivem Yoga wächst – in Studios, im therapeutischen Kontext, in Kliniken und in der Begleitung von Menschen mit Depression, Krebs oder chronischem Stress.
Es ist noch eine Nische.
Und genau darin liegt die Chance.
Mit fundiertem Wissen, Klarheit und ethischer Verantwortung kannst du dir hier ein sinnstiftendes und tragfähiges Arbeitsfeld aufbauen.
Für wen ist das Modul geeignet?
Für Yogalehrer:innen, die tiefer gehen möchten.
Für alle, die Yoga als echte Regulations- und Integrationspraxis verstehen.
Du brauchst keine therapeutische Ausbildung – aber Offenheit, Selbstreflexion und die Bereitschaft, dein eigenes Nervensystem besser kennenzulernen.
Termin: 04. & 05. Juli 2026
Ort: Yogamia, Köln
Preis: 350 EUR
Teil der 300h-Ausbildung – auch einzeln buchbar


